Das Grundgesetz ist nicht aus dem Nichts heraus entstanden, sondern konnte an bereits vorher vorhandene demokratische Tendenzen anknüpfen.
kleinere Personengruppen leben in losen Stammesverbänden (zum Beispiel Franken, Alemannen, Sachsen) zusammen, unmittelbare Willensbildung durch das Volk, Teile Süddeutschlands gehören zum Römischen Reich
Schrittweise Entwicklung hin zur absoluten Erbmonarchie, Karl der Große (~800)
Römisches Reich Deutscher Nation
Lehenstaat mit Adligen und Kaiser an der Spitze, absolute Monarchie, Bildung einer Ständegesellschaft: Adel und Klerus, Bürger sowie Bauern
Kaiser verliert an Macht, der Adel gewinnt mehr Selbstständigkeit, Städtebünde wie zum Beispiel die Hanse erlangen große wirtschaftliche Bedeutung, Reichstage (Versammlungen der Reichsstände) gewinnen an politischer Bedeutung
Religionskämpfe, 30jähriger Krieg, die einzelnen Landesfürsten herrschen unabhängig vom Kaiser, Aufsplitterung des Reichs in immer mehr, immer kleinere Einheiten (mehrere hundert kleine Territorien auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik)
Absolutismus, Bildung größerer Herrschaftsterritorien, Dualismus zwischen Preußen und der Habsburger Monarchie (Österreich)
Bundesverfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, Vorbild für spätere europäische Verfassungen
Französische Revolution („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit”), Freiheitliches Gedankengut wirkt auch auf Deutschland, insbesondere in den an Frankreich grenzenden Gebieten
Bauernbefreiung in Preußen
Bei einer Verhandlung vor dem obersten Gerichtshof der USA im Fall Marbury gegen Madison gibt der Präsident des Gerichts John Marshall eine theoretische Begründung für den Anspruch der Judikative die Legislative auf übereinstimmung mit der Verfassung zu kontrollieren, ein wichtiger Aspekt der Gewaltenteilung wird damit erstmals entwickelt
Formelle Auflösung des Deutschen Reiches als Folge der Kriege mit Napoleon
Preußische Städteordnung mit städtischer Selbstverwaltung
Deutscher Bund, ein Staatenbund nach dem Wiener Kongress
Verfassung in Baden
Verfassung in Württemberg
Gründung des Deutschen Zollvereins zur Schaffung einer Wirtschaftseinheit
Unruhen / Revolutionen in vielen deutschen Staaten, mit dem Ziel demokratische Strukturen einzuführen, Paulskirchenverfassung als erste „moderne” Verfassung für ganz Deutschland mit Grundrechtekatalog. Es gelingt jedoch nicht, diese Verfassung dauerhaft umzusetzen, das Parlament wird von den Landesfürsten mit Gewalt aufgelöst
Verfassung in Preußen
Preußisch - Österreichischer Krieg, in der Folge tritt Österreich aus dem Deutschen Bund aus
Norddeutscher Bund als Bundesstaat unter der Führung Preußens
In der Folge des deutsch-französischen Krieges treten die Staaten Süddeutschlands dem Norddeutschen Bund bei
2. deutsches Kaiserreich als Bundesstaat unter preußischer Führung, Reichsverfassung von den Fürsten maßgeblich bestimmt, Industrielle Revolution und damit verbundene soziale Spannungen, Beginn der Sozialgesetzgebung, Entstehung des Bürgerlichen Gesetzbuchs - BGB (1900)
1. Weltkrieg führt zur Auflösung des 2. deutschen Kaiserreichs, Novemberrevolution 1918
Weimarer Republik, benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung, mit Verfassung vom Wortlaut her ähnlich dem Grundgesetz, jedoch mit Grundrechtekatalog nur im Rahmen der Gesetze und nicht über den Gesetzen und ohne Schutzmechanismen, starke Stellung des Reichspräsidenten, kein Rückhalt der Demokratie im Volk, zunehmende Radikalisierung bei wirtschaftlichen Problemen
Revolutionäre Unruhen und Putschversuche, außer Kontrolle geratene Inflation
Gründung des Völkerbundes (-1939), der Vorläuferorganisation der UNO (ab 1945)
Wirtschaftliche Scheinblüte dank Wirtschaftshilfen insbesondere aus den USA
Schrittweiser Zerfall der Weimarer Republik, Arbeitslosigkeit, schlechte wirtschaftliche Lage, Weltwirtschaftskrise
NS-Zeit, Hitler-Diktatur, Deutschland zentral gesteuerter Einheitsstaat, die Menschenrechte werden systematisch verletzt und missachtet, Grundrechte außer Kraft gesetzt
2. Weltkrieg
Am 08.05. erfolgt die Kapitulation des Dritten Reiches, Deutschland wird in vier Besatzungszonen eingeteilt und von den Siegermächten verwaltet
Zusammenschluss der drei westlichen Zonen zu einer wirtschaftlichen Einheit
10.08.1948 - 23.08.1948 Verfassungskonvent Herrenchiemsee zur Erstellung eines Verfassungsentwurfs als Arbeitsgrundlage für den Parlamentarischen Rat
01.09.1948 - 23.05.1949 Parlamentarischer Rat zur Erstellung des Grundgesetzes. Der Parlamentarische Rat bestand aus 70 Mitgliedern die von den Landtagen der Länder gewählt wurden. Vorsitzender des Parlamentarischen Rates wurde der spätere erste Bundeskanzler Konrad Adenauer
Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Bereich der drei Westzonen.
Das Grundgesetz (GG) das mit Ablauf des 23.05. in Kraft tritt, ist stark von der Weimarer Verfassung beeinflusst. Die Bildung der Bundesorgane ist am 20.09.1949 beendet, es bestehen jedoch Sonderrechte der Alliierten
Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Bereich der sowjetischen Zone (07.10.1949)
Gründung des Europarats
Am 9. Dezember stimmt die Bevölkerung im Gebiet des heutigen Baden-Württemberg (in den Ländern Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern) für die Gründung dieses Südweststaates
Am 11. November wird die Landesverfassung Baden-Württembergs von der verfassungsgebenden Landesversammlung verabschiedet
Beitritt der Bundesrepublik zur NATO
Das Saarland, nach Kriegsende mit Sonderstatus, wird in die Bundesrepublik eingegliedert
Römische Verträge zur Gründung der EWG, eine Vorläufergemeinschaft der Europäischen Union
Mauerbau in Berlin und an der innerdeutschen Grenze
Beitritt der Bundesrepublik und der DDR zur UNO
Öffnung der DDR-Grenze am 9. November
Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 GG - alte Fassung - am 3. Oktober. Wiedervereinigung. Bundesrepublik souveräner Staat
Vertrag über die Europäische Union (Vertrag von Maastricht)
Einführung des Euro als tatsächliche Währung
EU-Osterweiterung auf insgesamt 25 Staaten (Mai 2004)